Hans Henny Jahnn

Wasserturm an der Högenstraße

Der Wasserturm an der Högenstraße, in der das Geburtshaus Jahnns stand, wurde 1911 errichtet und weckte in Hans Henny Jahnn die Liebe zu Türmen, da Türme für ihn etwas Erhabenes an sich hatten. Diesem Turm hat Jahnn ein Denkmal gesetzt in seiner Romantrilogie "Fluss ohne Ufer", in welchem der Protagonist Gustav Anias Horn aus seiner Kindheit erzählt und eben diesen Turm bedenkt mit dem bekannten Sinnspruch: "Nur das Zecklose wird vom Hauch des Ewigen berührt". Der Turm als Inbegriff des zwecklosen Kunstwerks, das eine Ahnung von Ewigkeit (= Gottesnähe) vermittelt, ähnlich interpretierbar den hohen Türmen der mittelalterlichen Kathedralen, durch die sich die Menschen mit dem Himmel besonders verbunden fühlten. Heute wird der Turm als Wohnhochhaus genutzt und steht unter Denkmalschutz.

 
Tafel am Sockel des Turmes
 
Die "geheimnisvolle Abgeschiedenheit der Högenstraße", die Hans Henny Jahnn in schöner Erinnerung an seine Kindheit behielt.