Hans Henny Jahnn

Monochord

Monochord, schematisch (Erläuterungen s. unten)

Monochord_schematisch

Monochord, Erläuterungen

Die waagerechten Linien stellen jeweils eine Monochordsaite dar, die durch einen Steg (kleines Dreieck) in zwei Teile geteilt ist. Die volle Saite (ganz oben) ist nicht geteilt und klingt in diesem Beispiel auf dem Ton c. Links neben den jeweiligen Stegen ist die Saite (nach unten immer kürzer werdend) gemäß der Reihenfolge kleiner ganzer Zahlen geteilt, dabei ergeben sich von selbst die Töne der Obertonreihe. auf der anderen Seite des Steges ergeben sich die entsprechenden Komplementärtöne, immer bezogen auf die ganze klingende Saite c.
Bei einer schwingenden Saite oder einer schwingenden Luftsäule (z. B. Orgelpfeife) ist es wichtig zu bedenken, dass es sich hierbei um die räumliche Komponente eines Tones handelt, sie gibt die räumliche Länge einer Schallwelle exakt wieder.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass die Höhe eines Tones, die durch die Anzahl der Schwingungen/Sekunde festgelegt ist (Frequenz in Hertz), in genau umgekehrt proportionalem Zahlenverhältnis zur Wellenlänge des Tones steht.
Somit ist die zeitliche und die räumliche Dimension eines Tones reziprok.
Gut sichtbar wird diese Tatsache ebenso am Lambdoma, das im Gegensatz zum Monochord die Tonfrequenzen (Tonhöhen) widerspiegelt.