Hans Henny Jahnn

Lichtwark-Orgel

erbaut nach den Plänen Jahnns durch Fa. Karl Kemper, Lübeck, 1931, Umbau 1957 durch Jahnn mit den Orgelbauern Brandt (Quickborn) und späterhin Franz Grollmann (Hamburg).
Propektentwurf: Architekt Fritz Schumacher (Architekt des Schulgebäudes) gemeinsam mit John Börnsen (Kunsterzieher an der Schule) und Hans Henny Jahnn. Unterstützt und angeregt wurde der Orgelbau für die Schule durch den Musiklehrer der Lichtwarschule Hermann Schütt.
Restaurierung der Orgel von 1989 - 1991 durch OBM G. Christian Lobback

Bei diesem Instrument handelt es sich um die derzeit einzige fachgerecht restaurierte Jahnn-Orgel, auf der auch regelmäßig Konzerte stattfinden, die aber nicht immer dem künstlerischen Ansinnen Jahnns entsprechen, weil vom Grundsatz her kein Wert auf das Einsetzen der typischen Spielhilfen und Registrierungstechniken gelegt wird.
Außerdem gilt auch hier leider für die meisten konzertierenden Organisten - trotz des explizit kammermusikalischen Charakters des Instrumnets - : Je lauter, je schneller, desto besser. Dabei bleiben die eigentlichen Qualitäten der Orgel völlig auf der Strecke und kommen beim Zuhörer nicht an - schade.

Prospekt
 
Prospekt
 
linkes Prospektfeld
 
Spieltisch
 
Spieltischdetail
 
Trittanlage nach Jahnn

 

Disposition der Orgel heute
- Intonation nach den harmonikalen Prinzipien

feminine Register   androgyne Register   maskuline Register
   
Pedalwerk/C - a1    
Unterbass 16' Bass     Dulzian 16' Bass
Unterbass 16' Diskant     Dulzian 16' Diskant
Rohrflöte 8' Bass   a   Rohrflöte 8' Bass
Rohrflöte 8' Diskant   a   Rohrflöte 8' Diskant
   
Nachthorn 4' Bass     Quinte 51/3' Bass
Nachthorn 4' Diskant     Quinte 51/3' Diskant
Nachthorn 2' Bass     Rauschpfeife iV 22/3' Bass
Nachthorn 2' Diskant     Rauschpfeife iV 22/3' Diskant
Manual 3, C-f3    
Gedackt 8'     Krummhorn 8'
Nasat 22/3'     Prinzipal 4'
Gemshorn 2'     Oktave 2'
    Terzian II 1 3/5'
    Scharf iV 2/3'
Manual 2, C-f3    
    Gedacktpommer 16'
Rohrflöte 8'   a   Rohrflöte 8'
Nachthorn 4'     Prinzipal 4'
Hornaliquot 51/3'     Rauschpfeife IV 22/3'
Manual 1, C-f3    
Quintadena 8'   a   Quintadena 8'
Koppelflöte 4'   a   Koppelflöte 4'
Blockflöte 2'     Sifflöte 1'
    Schalmei 8'

 

Spielhilfen:

Koppeln:
III-I
I-II
femininesTutti, maskulines Tutti

zwei Generalkombinationen (Registratur I und II)
eine französische Kombination (Registratur III)
Trittanlage oberhalb der Pedalklaviatur, 18 Tritte
Teilungspunkt des Pedals bei dis°/e°

System:
Schleifladen, mechanische Spieltraktur
elektrische Registertraktur