Hans Henny Jahnn

Archiv

(nicht mehr aktuelle oder aktive Hyperlinks sind getrennt)

19.10.2009

Interessante Veranstaltungen zum fünfzigsten Todestag Jahnns der Freien Akademie der Künste in Hamburg, deren Gründungspräsident Hans Henny Jahnn war. >>>

07.10.2009

Es ist erfreulich und überaus begrüßenswert, dass anlässlich des fünfzigsten Todestages einige Radiosendungen und sonstige Veranstaltungen Hans Henny Jahnn gewimet sind. Leider ist Vieles gut gemeint, nicht aber immer gut gemacht. Man bemüht längst überholte Sekundärliteratur, aus der man olle Kamellen wiederkäut, die sich lange überzeitigt haben. Zuweilen gewinnt man den Eindruck, dass sich Halbwahrheiten und Entstellungen von Literaturwissenschaftler zu Literaturwissenschaftler wie eine böse Erblast hartnäckig fortpflanzen. Vermutlich ist dies nur mit dem Faszinosum eines ungewöhnlichen Menschen zu erklären, den man nicht in erster Linie an seinen außergewöhnlichen menschlichen Qualitäten festmacht sondern an seinen Grenzgängen, die nichts über sein Wesen als Mensch aussagen. Er wird herabgewürdigt zum leblosen Objekt der Forschung, das man nach Belieben seziert und entstellt, um sich hinterher über die Fratze, die man herausgeschnitzt hat, zu amüsieren. Nach dem Todestag verschwinden alle wieder in der Versenkung, haben sich aber wieder einmal auf Kosten eines Verstorbenen berühmt geschimpft.
Man tut also gut daran, diese ganzen Sendungen mit einer gesunden Skepsis zu konsumieren, erst Recht dann, wenn solch fragwürdige und mit Fehlern gespickte Quellen wie Th. Freemans Biografie herangezogen wurden.

Hier einige Links zu Sendungen des Deutschlandradios

27.08.2009 Hartmut Warm hält interessante Vorträge und Seminare zu Themebereichen seines Buches "Die Signatur der Spähren". Näheres auf seiner Internetseite >>>
25.08.2009 Die ISO hat in Ihrem akutellen ISO-Journal (Nr. 31) eine interessante Stellungnahme der Redaktion zu Frau Henny Jahns Kritik an einem Artikel Herrn Hahns (F. Jehmlich) zur Restaurierung der Langenhorner Ansgar-Orgel-gepostet. >>>
28.06.2009 ....und wieder erhebt der Herr Doktor sein wirres Haupt... >>>
23.05.2009 Neue Unterseite mit Abbildungen des Versuchspfeifenkörpers Jahnns zur "Monographie der Rohrflöte" >>>
15.05.2009

Ein sehr bemühter Artikel, leider mit wenig Gehalt
Andreas Hahn von der Orgalbaufirma Jehmlich, die die Ansgar-Orgel im Jahre 2008 bearbeitet hat, schrieb über die Orgel einen langen Artikel im ISO-Journal, (Nr. 30)

unser Kommentar >>>

17.04.2009

Hier bieten wir die Möglichkeit, ein originales Typoskript von 1930 anzuschauen, das Hans Henny Jahnn als Grundlage für seinen Vortrag "Architekt und Orgelarchitekt" erstellt hat. Es ist wegen der handschriftlichen Änderungen als PDF in hoher Auflösung dargestellt. (Familiennachlass) >>>
Ein weiteres Typoskript aus dem Famileinnachlass für einen Orgelbau-Vortrag zur Freiburger Orgeltagung 1926 finden Sie hier: Gesichtspunkte für die Wahl zweckmäßiger Pfeifenmensuren >>>

16.12.2008
Um Ihnen noch mehr Komfort beim Nutzen dieser Site zu bieten, werden wir zu Beginn des neuen Jahres einige Umstellungen vornehmen. Obwohl uns unbegrenzte Serverkapazitäten und Transfer zur Verfügung stehen, werden wenig besuchte Dokumente und Dokumente von geringerer Bedeutung entfernt. Dies betrifft sowohl PDFs als auch HTML-Seiten. Dadurch kann die Site von Ihrem Rechner noch schneller geladen werden als bisher. Einige Seiten werden geringfügig umstrukturiert, damit Sie die intern eingebrachten Dokumente besser auffinden können.
09.12.2008

Wir sind der ARD, dem Olms-Verlag und Herrn Professor Korff dankbar, dass es endlich einmal gelungen ist, die Harmonik auf unerwartete Weise an einem populären Beispiel in die breite Öffentlichkeit zu tragen und mit den unsinnigen Spekulationen aufzuräumen - eine knallharte wissenschaftliche Studie. Korff hat harmonikale Proportionen im Bauplan ägyptischer Pyramiden gefunden und ein hervorragendes Werk dazu veröffentlicht, hier der
Bericht in den Tagesthemen vom 8.12.2008 >>>

Angemerkt sei an dieser Stelle, dass lange vor Korff Hans Kayser und Hans Henny Jahnn derartige Untersuchungen an zahlreichen Bauwerken angestellt haben, mit denselben Ergebnissen. Leider war beiden der große Durchbruch mit der Harmonik in der breiten Öffentlichkeit damals noch nicht vergönnt.

>>> Prof. Friedrich Wilhelm Korff: Der Klang der Pyramiden - Olms-Verlag 2008,
ISBN 978-3-487-13539-7

23.11.2008
Der Arbeitskreis bietet allen Musikwissenschaftlern zu Recherchezwecken die Möglichkeit zur Einsichtnahme in die Ugrino-Originaldrucke. U. a. steht die komplette Buxtehude-Ausgabe des Verlages zur Verfügung. Einen kleinen Einblick erhalten Sie hier >>>
Da diese Bände eine Menge interessanter Quellenangaben, Faksimiles, Subskriptionslisten usw. entalten und quasi überhaupt nicht mehr über öffentliche Stellen einzusehen sind, möchten wir hiermit eine Arbeitserleichterung anbieten.
Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine E-Mail (s. KONTAKT-Seite)
14.10.2008

Arbeitskreisvorsitzende Henny Jahn ist im Auftrag des Synergia-Verlages an zwei Fachpublikumstagen, 16./17.10., auf der Frankfurter Buchmesse 2008, um dort Auskünfte zu allen Themenbereichen der Harmonik (auch "Arbeitskreis HHJ" und "Kreis der Freunde um Hans Kayser, Bern") zu erteilen und Vorträge zum Thema Harmonik zu halten. Dort erfahren Sie Näheres über ihr erstes Buch "Am Rande der Erkenntnis" und ihr nächstes Buch, ein umfassendes Grundlagenwerk zur Harmonik, das Hans Henny Jahnn zu dessen 50. Todestag 2009 gewidmet sein wird.

"Cafe der Verlage", Halle 3.1

24.09.2008

Das Kolloquium der Walcker-Stiftung hat jüngst ein Beispiel für den perversen Stil geliefert, in welchem unbequeme, weil querdenkende Menschen mit faschistoiden Methoden demontiert werden. Es wird - wie im Falle Jahnns  - nicht nach der Sache gefragt, denn die ist kompliziert und der Otto-Normal-Örgler versteht sie offenbar nicht (wie im Falle der Registerpolarität). Stattdessen wird mit dümmlichen, hilflosen Moralapostulaten von der Sache gegen die Person abgelenkt. Das ist also genau die Waffe, die die vergangenen und gegenwärtigen Dunkelmänner immer schon erfolgreich gegen kreative Menschen gerichtet haben und richten - Adolf lässt grüßen.

Vor diesem Posting hatte man Angst, man spricht hinter vorgehaltener Hand mit der dringlichen Bitte um Stillschweigen, weil die Wahrheit sich auf Dauer nicht klittern lässt und die Dunkelmänner um ihr schäbiges Gesicht fürchten, das sie über diese Website zu verlieren fürchten, bravo für diese Feigheit!

Aber, liebe Kolloquiums-Teilnehmer und liebe Dunkelmänner, vielleicht lässt sich das Problem auch sachlich lösen und Licht in die trüben Sinne bringen. Hier also ein wenig Nachilfeunterricht, und das völlig gratis: >>> Polarität

22.09.2008
IAb sofort finden Sie über diese Seite eine ausführliche Bilddokumentation zu dem großen Themenbereich Bornholm. Schwerpunkt dabei bilden Jahnns Lebensstätten dort. Er hat einen großen Teil seines Lebens auf Bornhom verbracht, und wir möchten Ihnen einen Eindruck von der Atmosphäre dieser wunderbaren Insel und seiner Lebensumstände dort vermitteln. >>> Bornholm-Seite
20.07.2008

Walter Fritz Ammannn, unser Freund, der verdiente Harmoniker, der maßgeblich die Lehre von der Harmonik durch sein unermüdliches Engagement ins einundzwanzigste Jahrhundert getragen hat, ist im Alter von 94 Jahren in die Ewigkeit gegangen.
Wir alle sind dankbar für seine Freundschaft und sein Lebenswerk.

26.06.2008

Ars Organi

Aus aktuellem Anlass (s. den überaus qualifizierten Artikel von Herrn Dr. Thomas Lipski in der aktuellen Ars Organi 2/08, S. 121) weisen wir nochmals auf unsere Stellungnahme zu einem Text von Herrn Dr. Max Reinhard Jaehn (s. hier vom 20.5.08) hin, auf den sich auch der Artikel von Herrn Dr. Thomas Lipski bezieht.

>>> weiterlesen

09.06.2008

Orgelbau

Der Versuchspfeifenkörper, den Hans Henny Jahnn eingehend in seiner Schrift "Monographie der Rohrflöte" von 1928 beschreibt und eigenhändig angefertigt hat, von dem dort auch schematische Zeichnungen dargestellt sind, wird in den kommenden Wochen einer eingehenden wissenschaftlichen Untersuchung mit modernsten Verfahren unterzogen. Das Dortmunder Institut Fresenius wird den Körper zunächst einer CT unterziehen, danach sind dort Simulationen am Computer geplant. Es hat sich inzwischen ein Pfeifenbaubetrieb gefunden, der in der Lage ist, diesen komplizierten Körper zu Versuchszwecken nachzubauen. Nach Abschluss aller wissenschaftlichen und akustischen Untersuchungen ist eine Publikation geplant.
Der Versuchskörper befindet sich im Besitz von Henny Jahn und wird wegen seines hohen ideellen Wertes nicht mehr für Versuche eingesetzt, daher der Nachbau.

20.05.2008 Durch eine glückliche Fügung ist ein handschriftlicher Brief Hans Kaysers in den Besitz unserer Vorsitzenden gekommen, er wird hier zum ersten Mal veröffentlicht
lesen Sie ihn hier >>>
28.04.2008

Dr. med Max Reinhard Jaehn und seine Schläge unter die Gürtellinie

Haltlose Unterstellungen als Totschlagargumente in einer wissenschaftlichen Publikation >>>weiterlesen

02.04.2008

Kreis der Freunde um Hans Kayser

Auf diesem Wege gratulieren wir ganz herzlich unserem Schweizer Freund Walter Ammann in Bern zum 94. Geburtstag. Er hat sich wie kaum ein Anderer verdient gemacht, das Erbe Hans Kayers, die harmonikale Grundlagenforschung, ins 21. Jahrhundert zu tragen und somit einen entscheidenden Beitrag geleistet für die so wichtige Verbreitung der harmonikalen Lehre.
Prof. Dr. Klaus Ammann weist auf zwei interessante Internetpräsenzen aus dem Bereich der Harmonik hin, die Sie ab sofort auch dauerhaft als Hyperlink in unserer Linkliste finden können.
Wir freuen uns über die aktuelle Renaissance, der sich die harmonikale Grundlagenforschung erfreut. Zahlreiche neue Initiativen auf hohem Niveau, Symposien und Bücher zeugen davon. Diese Neubelebung der uralten Lehren der Harmonik war auch ein ganz grundlegendes Anliegen Hans Henny Jahnns.
So steht nun Dank vielfachen Engagements auch in Aussicht, dass die wichtigen Werke Hans Kaysers neu verlegt werden.

> Harmonik-Studium in Wien

> Hans-Kayser-Site aus dem Sacred Science-Institute, San Francisco

03.02.2008

Erfolg unserer Internetpräsenz

All unseren Freunden möchten wir mitteilen, dass wir uns sehr freuen über das stetig steigende Interesse an dieser Website und die zahlreichen positiven Rückmeldungen unserer Leser. Konnten wir noch im Jahr 2007 die Zahl von 40.000 Zugriffen pro Monat überschreiten, freuen wir uns nun über den bisherigen Monatsrekord von knapp 68.000 Zugriffen im Januar 2008. Dieser schöne Erfolg spornt uns an zu noch umfangreicheren Informationen in allen Bereichen dieser Internetpräsenz und zeugt von regem Interesse am Lebenswerk Hans Henny Jahnns.

06.01.2008

literarischer Missgriff

Alle Jahre wieder versucht sich der Literaturwissenschaftler Dr. Jan Bürger erneut, an Hans Henny Jahnn berühmt zu machen, diesmal in der NZZ. Unser Arbeitskreismitglied Dr. phil. A. Groß hat Bürgers vorletzten Versuch, dessen etwas merkwürdig betiteltes Buch über Jahnn, kommentiert. Wir empfehlen Bürger seines guten Namens wegen, bei der reinen Literaturkritik zu bleiben und nicht über Dinge wie Orgelbau und Harmonik öffentlich zu spekulieren, von denen er offensichtlich rein garnichts versteht.
Es ist ganz klar immerzu Bürgers billige Strategie, erst selbst einen Brand zu legen, dann um Hilfe zu rufen, um anschließend selbst zum Feuerlöscher zu greifen: Auch eine Möglichkeit, sich wichtig zu machen, wenn man selbst nichts Nennenswertes an Literatur vorzuweisen hat.

> weiterlesen

30.10.2007

Der Dr. J. Butz Musikverlag gab uns folgende Mitteilung:

Der Verlag hat vor einigen Jahren den kompletten Buchbestand der "Walcker-Stiftung" übernommen.
Unter den Publikationen befinden sich auch zwei interessante Titel zu H. H. Jahnn. Beide Bände werden den Kunden nach einer drastischen Preissenkung angeboten, da der gebundene Ladenpreis aufgehoben ist.
- Rüdiger Wagner, Hans Henny Jahnn. Der Revolutionär der Umkehr; Preis: € 12,-
- Rüdiger Wagner, Der Orgelreformer Hans Henny Jahnn; Preis: € 11,-

Bestellungen bitte an:
Dr. J. Butz Musikverlag
Postfach 30 08
D-53739 Sankt Augustin
Tel. + 49 2241 - 31 58 38
Fax. + 49 2241 - 31 48 97

www.butz-verlag.de, dort einzusehen unter dem Katalog "Bücher und CDs"

6.7.2007

Von Anbeginn aller Wissenschaft gab es häufig eine seriöse und eine populistische Variante einer Lehre. Dies betrieben die Gelehrten zum Selbstschutz vor den Anfeindungen durch aufgebrachtes einfaches Volk, das sein simples Weltbild mit jeder neuen Erkenntnis im Wanken sah.
In Bezug auf die Harmonik gibt es prominente und aus heutiger Sicht sicher auch amüsante Beispiele etwa in der pythagoreischen Tetraktys, die dem gemeinen Volk als die Folge von 1+2+3+4=10 verkauft wurde („was nur für die ganz Dummen bestimmt war“, so Theo Reiser in den harmonikalen Studien, Bd. 3), wobei die Pythagoräer die Hintergründe ihrer echten Tetraktys (6, 8, 9, 12) mit arithmetischen, geometrischen und harmonischen Proportionen streng hüteten. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Populismen, wie z. B. dem Begriffspaar männlich-weiblich, das ebenso banal mit männlich=ungerade Zahlen und weiblich=gerade Zahlen als zur „Abwehr der profanen Menge ersonnenes triviales Surrogat“ ( so A. v. Thimus in: Die harmonikale Symbolik des Alterthums Bd. 1, S. 100) leicht verständlich serviert wurde. Die tiefere Bedeutung der Polarität dieses Begriffspaares lesen Sie hier. >>> Polarität
Es bleibt selbstverständlich auch dem ängstlichen und abergläubigen Leser unserer Zeit unbenommen, der die Wahrheit hinter den Dingen aus Angst ums eigene Weltbild besser nicht kennen möchte, diesen Text – und andere harmonikale Ausführungen auf diesen Seiten - geflissentlich zu übergehen.

s. unser Posting vom 4.7.2007, das sich auf eine Verunglimpfung Jahnns durch Gerhard Walcker-Mayer bezieht, die dieser inzwischen stillschweigend vom 4.7. auf den 6.7. umdatiert hat.

4.7.2007

Derselbe in Deutschland gerühmte Typus von landläufiger Mediokrität, der schon in den Zeiten des Nationalsozialismus mit Rufmord und unqualifizierten Plattitüden Hans Henny Jahnn diskreditiert hat, schimpft sich nun auch heute wieder an ihm berühmt:
Mit Halbwissen, Nichtwissen, bewusster Entstellung.
Mehr dazu hier demnächst von einem unserer Harmoniker.

9.5.2007
Harmonik

Heute können wir allen Freunden Hans Henny Jahnns und den Freunden der Harmonik die schöne Mitteilung machen, dass unsere Site in Zukunft von dem schweizerischen „Kreis der Freunde um Hans Kayser, Bern“ für Publikationen und Terminankündigungen mitbenutzt wird, so dass sie die offizielle deutsche Site des Harmonikerkreises ist, dem sowohl Menschen angehören, die Hans Kayser noch persönlich gekannt haben als auch solche, die in seinem Sinne weiterhin Harmonikforschung betreiben und sich auf diesem Gebiet weiterbilden.
Da hierzu umfassende Vorarbeiten notwendig sind, bitten wir ein paar Wochen um Geduld, bevor die ersten Postings vorgenommen werden. Unter einer neuen Rubrik werden außerdem zur Person Hans Kaysers Texte auf die Seite gesetzt. Ab sofort ist diese Site auch erreichbar unter www.hans-kayser.de
22.2.2007
Literaturkommentar zum Buch von Dr. Jan Bürger als PDF >>
oder als HTML >>
Der gestrandete Wal- Das maßlose Leben des Hans Henny Jahnn, Aufbau-Verlag 2003
geschrieben von Dr. phil. A. Groß
3.2.2007

Jacobi-Orgel Hamburg

E-Mail bezüglich der Jacobi-Orgel Hamburg an den Arbeitskreis weiterlesen >>>

Lesen Sie hier einen interessanten Schriftwechsel zwischen OBM Hendrik Ahrend und OBM Henny Jahn.
Die Briefe wurden an einigen Stellen zur Entlastung des Lesers geringfügig gekürzt und in gegenseitigem Einverständnis auf dieser Seite publiziert. Die Kürzungen nehmen keinen Einfluss auf den fachlichen Gehalt.

Stellungnahme von OBM Hendrik Ahrend >>
Antwort von OBM Henny Jahn >>
Rückantwort von Ahrend >>
Rückantwort von Jahn >>
21.12.2006
Hans Henny Jahnn und Harald Vogel - ein Paradoxon

Aus den letzten Jahren gibt es zwei bekanntere und ähnlich lautende Artikel von Prof. Harald Vogel über Hans Henny Jahnn, einmal das Geleitwort zu der Dissertationsarbeit Thomas Lipskis: Hans Henny Jahnns Einfluss auf den Orgelbau, Olms-Verlag aus 1997 und einen Artikel in Musik und Kirche, September/Oktober 2004, zu denen die Arbeitskreisleiterin OBM Henny Jahn hiermit öffentlich Stellung bezieht:
17.12.2006
Der Arbeitskreis hat für den 17.12.06 (Jahnns Geburtstag) im Auftrage des 1. Vorsitzenden des Vereins Heimatmuseum Stellingen-Langenfelde e.V., Herrn Peter Rickers über das Ortsamt Hamburg-Stellingen eine Einladung anlässlich der Würdigung einer Gedenkplatte bekommen. Diese Gedenkplatte war lange Jahre vor dem Geburtshaus Hans Henny Jahnns eingelassen. Nach Abriss des Geburtshauses wurde diese Platte verwahrt und nun wieder eingesetzt.

Anlässlich dieses Festaktes und der damit verbundenen Ausstellung im Museum hat unsere Vorsitzende Henny Jahn folgendes Grußwort verfasst, das dort vom Arbeitskreis verlesen wird. Sie selbst ist leider beruflich verhindert, an diesem Festakt teilzunehmen.

8.12.2006
St. Pauli-Orgel

Mitte Juli ist die Jahnn-Orgel aus der Hamburger St. Pauli-Kirche (Pinnasberg) in das Bayerische Museumslager Schloss Valley von Herrn Dr. Sixtus Lampl verbracht worden, nachdem ein jahrelanger Interessenkonflikt um dieses Instrument bestand. Die Orgel ist vor Jahren im Zuge einer Kirchenrenovierung abgebaut und nie wieder in der Kirche aufgebaut worden, da sie dem Zeitgeschmack der Verantwortlichen zuwider lief. Bemühungen um einen Wiederaufbau in einem Blankeneser Kulturzentrum blieben erfolglos, da dieses Zentrum in der ursprnglich geplanten Ausführung nie realisiert wurde. Seit Jahren nun war die Orgel auf dem Boden der Kirche eingelagert. Der Arbeitskreis Hans Henny Jahnn hat sich bezüglich dieser Orgel, die von Hans Henny Jahnn besonders geschätzt wurde, für den Verbleib am ursprünglichen Aufstellungsort eingesetzt, da eine Orgel am besten in dem Raum aufgehoben ist, für den sie geschaffen wurde. Herr Olaf Scholz, Mitglied des Deutschen Bundestages und Abgeordneter der Hansestadt, wurde diesbezüglich vom Arbeitskreis kontaktiert. Herr Scholz hat uns nun in einem Brief versichert, dass die Orgel lediglich als Dauerleihgabe nach Bayern verbracht wurde, dies auch im Interesse der Hansestadt sei, so dass sie unter günstigeren Umständen jederzeit wieder zurück in die St. Pauli-Kirche verbracht werden kann. Der Arbeitskreis bewertet diesen Kompromiss positiv, und es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Entscheidungsträger an der St. Pauli-Kirche dieses Orgelwerk Hans Henny Jahnns zu würdigen und zu schätzen wissen, damit es eines Tages wieder dort erklingen kann. 
9/2006

Falsche Behauptungen über Jahnn auf der Tagung der GDO im August 06 in Güstrow

Herr Dr. Max Reinhard Jaehn aus Hamburg (ein Orgellaie) hat bei der Jahrestagung der „Gesellschaft der Orgelfreunde“ in Güstrow einen Vortrag u. a. über die Orgel der Stiftskirche zu Bützow gehalten.
Bei diesem Vortrag hat er behauptet, Hans Henny Jahnn habe die Disposition dieser Orgel in Form eines Etikettenschwindels als seine eigene Entdeckung späterhin verbreitet ("Plagiat").
Dies entspricht nicht den historischen Tatsachen und beschmutzt das Lebenswerk Hans Henny Jahnns.
Jahnn hat im Verlauf einer Reise als Jugendlicher zu den Lebensstätten seiner Vorfahren in Mecklenburg-Vorpommern eben diese Orgel besucht und sich fasziniert und euphorisch über den Klang geäußert, die Disposition dieses Instruments späterhin unter harmonikalen Aspekten ausgewertet, nie aber behauptet, er sei der Erstentdecker dieser Disposition gewesen. Allerdings war er mit Sicherheit der Erstentdecker der harmonikalen Gesetzmäßigkeiten innerhalb dieser Disposition.

Der Arbeitskreis Hans Henny Jahnn erwartet eine Richtigstellung der GDO im Rahmen ihres Vereinsorgans ARS ORGANI.

Herr Dr. Jaehn hat es bislang nicht für nötig befunden, sich zu diesem Vorfall zu äußern, so dass der Arbeitskreis dieses Verhalten als ein Schuldeingeständnis interpretieren muss.

Stellungnahme und Ausführungen >>

2006

Hier lesen Sie eine aktuelle Diskussion zu hartnäckigen Missverständnissen bezüglich des Jahnnschen Orgelschaffens

Hier ist inhaltsgemäß eine Mail von Herrn St. Seifert aus Hannover wiedergegeben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass der Arbeitskreis Hans Henny Jahnn keine Texte abdruckt, die sich der Polemik bedienen und persönliche Angriffe gegen andere Personen beinhalten, daher ist lediglich der inhaltliche Kern dieser Mail hier wiedergegeben:

Herr Seifert hat neulich an einer Orgelführung an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi teilgenommen, die von dem dortigen Organisten, Herrn Kelber, geleitet wurde. (Anm.: Hans Henny Jahnn hat die Restaurierung dieser Orgel mit Fa. Kemper zwischen den Weltkriegen vorgenommen und damit u. a. auch seinen Ruf als Orgelbauer begründet, s.o.) Eine Teilnehmerin fragte Herrn Kelber, warum Jahnn in Zusammenhang mit dieser Orgel heute kaum noch Erwähnung fände, da auf ihn doch die Rettung dieses Instruments zurückginge, ohne ihn gäbe es diese Orgel nicht mehr.
Herr Kelber hatte den Einwand, dass Jahnn wohl in erster Linie seine eigenen Zahlentheorien an dieser Orgel verwirklichen wollte im Sinne eines Aufzwingens, weniger eine historisch authentische Restaurierung im Blick hatte. Das könne man dahingehend nachvollziehen, als dass er z.B. die Prospektpfeifen nach eigenem Gusto mensuriert hätte und nicht die Maße der Originale übernommen habe.
Weiterhin bemängelt Herr Seifert den „extrem lauten Klang der Orgel und die schreienden Mixturen, die regelrecht nervtötend“seien. Das sei durchweg an allen restaurierten Orgeln des Orgelbauers Jürgen Ahrendt feststellbar, die er kenne (Anm.: Jürgen Ahrend ein Orgelbaumeister aus Leer, hat die Jacobiorgel 1993 umfassend restauriert). Als weiteres Beispiel angeführt wird hier die Orgel der Kirche St. Cosmae & Damiani in Stade. Er bat in seiner Mail um Stellungnahme des Arbeitskreises.

Hier die Stellungnahme des Arbeitskreises
Generell bleibt festzuhalten, dass Hans Henny Jahnn die Jacobiorgel zusammen mit seinem Freund Gottlieb Harms im Jahr 1919 zum ersten Mal näher in Augenschein nahm („eine hoffnungslos abgetakelte Orgel“, so Jahnn), als die Prospektpfeifen seit 1917 längst entfernt waren. Maße abnehmen für die Ergänzung dieser Pfeifen konnte er also nicht, da diese ja längst nicht mehr vorhanden waren. Vorhandene Aufzeichnungen aus dem Kirchenarchiv waren -die Pfeifen betreffend- für einen exakten Nachbau unzureichend, sodass Hans Henny Jahnn empirisch vorgehen musste und sich in den Mensuren am vorhandenen Pfeifenwerk und den darin verborgenen Mensuren und durch ihn analysierten harmonikalen Proportionen nach bestem Gewissen orientierte.
Der Vorwurf, Jahnn hätte der Orgel seine eigenen Vorstellungen aufgezwungen, ist aus heutiger Sicht somit unhaltbar. Aus seinen Aufzeichnungen geht eine minutiöse und gewissenhafte Analyse der vorhandenen historischen Substanz hervor.
Zur Lautstärke der Orgel. Die Lautstärke ist heute im Orgelbau  - und nicht nur dort –ein generelles Problem. Es ist nicht Aufgabe des Arbeitskreises Hans Henny Jahnn, Intonationsmethoden von Orgelbauern zu bewerten. Fakt ist nur, dass die Tendenz zu immer lauteren Orgeln  - auch bei Restaurierungen –tatsächlich signifikant ist. Es bleibt festzuhalten, dass die Consort- und Soloinstrumente aus den Zeiten Scherers und Schnitgers sicher eine andere Klangästhetik hatten als die heute vor allem auf Lautstärke getrimmten Orchesterinstrumente (man denke nur an die moderne Stahlbespannung von Saiteninstrumenten anstatt der Darmbespannung, oder die Lautstärke des modernen Konzertflügels als die des sensiblen Clavicords). Es bleibt die Frage, ob die Orgeln damals eine solch krasse Ausnahme bildeten und die feine Klangkultur der anderen Instrumente nicht innehatten, wie die angesprochenen Orgelinstrumente das vermuten lassen.
Hier möge sich der Leser ein eigenes Urteil bilden.